Wahlprüfbausteine

Was  sind Wahlprüfbausteine?

Wahlprüfbausteine sind eine Möglichkeit, interessierte Bürger zu informieren.  Wahlprüfbausteine sind Fragen, die an alle Fraktionen bzw. Einzelbewerber gesendet werden, um deren Meinung zu verschiedenen Themen zu erfahren. Dies haben wir für die aktuelle Kommunalwahl getan. 

Wir haben die Möglichkeit genutzt und Fragen zur Stadtvertreterwahl gestellt:

Grillplätze

Wie ist die Meinung ihrer Fraktion zu öffentlichen Grillplätzen?

IfA: Sofern Seitens der Feuerwehr und dem Ordnungsamt der Hansestadt Anklam keine
Bedenken bestehen, werden wir öffentlichen Grillplätzen offen gegenüberstehen.

LINKE: Vom Grundsatz her positiv.

SPD: Die SPD-Fraktion in der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam hat die Prüfvorlage in die Stadtvertretung mit der expliziten Forderung eingebracht das Jugendparlament der Hansestadt Anklam bei der Auswahl möglicher Standtorte zu beteiligen. Entsprechend befürworten wir die Idee öffentlicher Grillplätze.

FDP: Öffentliche Grillplätze sind eine großartige Idee um unsere Stadt noch lebenswerter zu machen. Wir können uns die Schaffung von öffentlichen Grillplätzen im Bereich der Peene, im Stadtpark und in der Südstadt, eventuell Spielplatz am Flugplatz gut vorstellen. Allerdings sind hierzu einige Dinge zu bedenken. In allererster Linie müssen die Belange des Brandschutzes geprüft und eingehalten werden. Zum anderen ist auch die Ordnung und Sauberkeit an den Grillplätzen zu gewährleisten. Hier müsste noch überlegt werden, wie man eine Möglichkeit schafft, jederzeit die Verantwortlichen für eventuelle Verschmutzungen oder Beschädigungen zur Verantwortung ziehen zu können.

CDU: Wir finden öffentliche Grillpätze mehrheitlich gut. Daher haben wir mit der SPD zusammen eine Vorlage in die Stadtvertretung eingebracht. Der erste Vorschlag, einen Grillplatz am Wasserwanderrastplatz zu installieren, würde eine gute Lösung sein.

Mobilität

Radwege

Wie kann es gelingen, in Anklam und Umgebung mehr Radwege für besseres Erreichen von Dörfern mit dem Fahrrad zu sorgen?

FDP: Hier ist der regelmäßige Dialog mit den zuständigen Behörden in Kreis, Land und Bund vonnöten. Da die direkte Zuständigkeit der Hansestadt Anklam für den überörtlichen Radwegebau nicht gegeben ist, sind auch die direkten Einflussmöglichkeiten der Stadtvertretung begrenzt.

IfA: Die Hansestadt Anklam hat im Stadtgebiet bereits eine recht gut ausgebaute
Infrastruktur für Radwege. Wir begrüßen es, wenn die bestehenden Wege zu den
umliegenden Dörfern durch die Ämter, den Landkreis und das Land MecklenburgVorpommern angeschlossen werden. Dringender Handlungsbedarf aus unserer Sicht besteht für Radwege an der Peene i.R. Stolpe/Jarmen. Hier hat die Stadt bis zur Bundesstraße 110 den ersten Schritt gemacht, nun fehlt der Anschluss des Umlands.

Linke: Indem wir alle (Stadt- und Landbevölkerung gemeinsam) noch mehr Druck
aufbauen (u. a. die alljährlichen Fahrrad-Demos für bundesstraßenbegleitenden
Radweg parallel zur Peene von ANK bis Stolpe und weiter sichtbar zu unterstützen + teilzunehmen) In ANK Radwegebau stetig voranbringen.

SPD: Es bedarf eines dringenden Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur in unsere Region. Besondere Priorität haben für die SPD-Fraktion in der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam dabei die Verlängerung des Radweges Anklam-Pelsin-Wusseken bis nach Friedland sowie die Errichtung eines fahrbahnbegleitenden Radweges entlang der B110 bis nach Jarmen.

CDU: Bei der Erneuerung von Straßen sollten grundsätzlich Radwege mitgebaut werden. Es ist daher die Aufgabe der Politik, bei der Planung auf die Radwege zu achten.

ÖPNV

Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel ist Vor allem für jüngere und ältere Menschen wichtig. Haben Sie Lösungsansätze für dieses Problem?

FDP: Auch beim überörtlichen ÖPNV sind die Einflussmöglichkeiten der Stadtvertretung gering. Es bleibt auch hier nur die beharrliche Forderung gegenüber den zuständigen Gremien.

IfA: Die Hansestadt Anklam unterstützt freiwillig den ÖPNV im innerstädtischen Bereich
durch finanzielle Zuwendungen. Doch durch Kreis und Land MV werden seit Jahren
Mittel gekürzt und somit Fahrpläne ausgedünnt. Für Optimierungen innerhalb der Stadt sind wir jederzeit offen und diskussionsbereit.

LINKE: Kostenlose Nutzung des regionalen ÖPNV scheitert immer an Finanzierung.
Bundesweit wird dies aber immer mehr gefordert. Bundes- + Landespolitik muss also zusammen mit Kommunen Finanzkonzepte erarbeiten. Kreise + Städte sind bei derzeitiger Haushaltslage allein nicht dazu in der Lage

SPD: Die SPD fordert auf Kreisebene (da dieser zuständig ist für den ÖPNV) einen Ausbau des Ilse-Rufbussystems als regelmäßigem Zubringer zu einer Hauptachse Greifswald-Anklam-Pasewalk, die in einem engen Takt befahren werden muss.

CDU: Überall dort wo viele den ÖPNV nutzen, wird darauf geachtet, diese Linien
auszubauen und zu fördern. Dort wo dies nicht der Fall ist, müssen neue Konzepte, die auch finanzierbar sind, erstellt werden. Der Ilse-Bus ist ein gutes Beispiel. Diese Art
der Angebote müssen auf weitere Bereiche in eine machbare Form übertragen
werden.

Schülerfreizeitticket

Das Schülerfreizeitticket ist für Schüler und Auszubildende in unserer Region eine wichtige Möglichkeit zur Fortbewegung. Wie ist die Meinung ihrer Fraktion dazu?

FDP: Wir teilen diese Meinung uneingeschränkt und unterstützen die Forderung.

IfA: Ein Freizeitticket für alle Schüler und Auszubildende ist aus unserer Sicht sehr gut und unbedingt zu unterstützen.

Linke: Neuer Kreistag sollte sich umgehend nach Konstituierung mit der schon
begonnenen Arbeit an entsprechendem Konzept weiterarbeiten.

SPD:Die SPD-Kreistagsfraktion Vorpommern-Greifswald gehörte zu den ersten Befürwortern der Idee eines Schülerfreizeittickets. Deswegen finden wir es richtig und wichtig, ein Schülerfreizeitticket in der kommenden Wahlperiode eingeführt wird. Aus unserer Sicht sollte für dieses keine Eigenbeteiligung der Schüler*innen verlangt werden. Wirklich attraktiv wird ein Schülerfreizeitticket jedoch erst, wenn durch einen verbesserten ÖPNV es mehr Möglichkeiten zum Einsatz eines Schülerfreizeittickets gibt.

CDU: Die CDU Fraktion im Kreistag hat dieses Thema positiv begleitet. Es wurde ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wenn zum Ende des Jahres das Ergebnis auf den Tisch kommt, wissen wir genau, wie das Thema weiter verbessert werden kann.

Digitalisierung

Breitbandausbau

Wie will ihre Fraktion den Breitbandausbau vorantreiben?

FDP: keine Antwort

IfA: In der Hansestadt Anklam sind einige Stadtteile leider nicht gut mit „schnellem“ Internet versorgt. Gerade hier muss im Sinne der Einwohner und Wirtschaft der Ausbau beschleunigt werden. Konkrete Lösungsansätze möchten wir gerne im zuständigen Fachausschuss noch 2019 gemeinsam mit der Verwaltung diskutieren.

Linke: Unterstützung + Positivvotierung bei Haushaltsplanungen

SPD: Die Hansestadt Anklam darf beim Breitbandausbau nicht abgehängt werden. Öffentliche Gebäude, wie das Rathaus und die Schulen sowie die Gewerbegebiete müssen aus unserer Sicht ans Gigabitnetz angeschlossen werden. Zudem müssen alle Haushalte über einen Anschluss mit einer Mindestgeschwindigkeit von 50 Mbit/Sek. angeschlossen werden. Eine Verlegung entsprechender Leerrohre, welche einen späteren Einbau von Glasfaserkabeln ermöglicht, müssen Teil jeder Straßenerneuerung in der Hansestadt Anklam sein.

CDU: Es ist für uns erfreulich, dass endlich Zuständigkeiten geklärt sind (Störerhaftung). Jetzt muss mit Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet werden. Sollte es zu lange dauern, müssen wir als Kommune dem Pasewalker Beispiel folgen und eigene Leitungen legen.

öffentliches WLAN

Wie ist die Meinung ihrer Fraktion zu öffentlichem WLAN in Anklam?

FDP: An Orten, wo aktives öffentliches Leben stattfindet sollte öffentliches kostenfreies WLAN bereitgestellt werden.

IfA: Wir sind sehr dafür, dass verschiedene Betreiber für öffentliches WLAN in Anklam die Möglichkeit zur Umsetzung erhalten. Zudem hat die Stadt sich bei einem
entsprechenden Förderprogramm angemeldet und hofft auf finanzielle Unterstützung, um dieses Vorhaben kurzfristig umzusetzen.

Linke: positiv

SPD: Bereits in der Vergangenheit hat die SPD-Fraktion in der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam die Stadtverwaltung auf Fördermöglichkeiten der EU zur Errichtung eines kostenlosten öffentlichen WLAN Netzes in Anklam hingewiesen, wenn auch bisher leider oder Erfolg. Deshalb hat die SPD sich in ihrem Wahlprogramm zum Aufbau eines kostenlosen öffentlichen WLAN-Netzes bekannt und wird dies nach der Wahl der Stadtvertretung auch forcieren.

CDU: Die Stadt hat bereits Förderungen hierzu beantragt. Wir unterstützen das Angebot für
öffentliches WLAN. Dies ist in der heutigen Zeit eine Art Gundversorgung für die
Bürger.

Badestelle

Würde ihre Fraktion einer Badestelle an der Peene zustimmen?

FDP: Wir würden uns in allererster Linie dafür einsetzen, dass die Badestelle am Pelsiner See so hergerichtet wird, dass sie auf jeden Fall jährlich in der Zeit von Mai bis September durchgängig genutzt werden kann.

Einer Machbarkeitsprüfung für eine öffentliche Badestelle an der Peene würden wir aber ebenfalls unsere Zustimmung geben.

IfA: Ja, sofern die rechtlichen bzw. behördlichen Genehmigungen eingeholt werden können. Zudem muss eine Betreibung vorhanden sein, die die Stadtkasse nur in einem überschaubaren Rahmen „belastet“. Es handelt sich hierbei um eine neue freiwillige Aufgabe, die bei einem defizitären Haushalt schwierig umgesetzt werden kann. Dennoch kann man über eine Badestelle an der Peene mit der IfA offen reden.

Linke: Positiv, wenn Gesetzeslage es hergibt.
Da die Peene eine öffentliche Verkehrswasserstraße ist, was auch unbedingt so bleiben soll, wird auch weiterhin baden direkt in der Peene nicht erlaubt sein. Aber im Uferbereich z. B. mittels eines ausgedienten + mit Peenewasser befüllten Frachtkahns
eine Bademöglichkeit zu schaffen + angeschlossenen Uferbereich zum Strandbad mit
Liegewiese, kleinem Kiosk etc. auszubauen, können wir uns gut vorstellen.
Problematisch ist ganzjährige Betreibung + durch wen.

SPD: Die SPD-Fraktion wünscht sich die Einrichtung einer öffentlich zugänglichen Badestelle, welche gut per Fahrrad erreichbar ist. Dabei sind verschiedene Möglichkeiten zu prüfen, dazu gehört auch eine Badestelle an Peene oder eine Widereröffnung einer legalen Badestelle am Kiessee Wusseken.

CDU: Wir sind ganz klar dafür, eine Badestelle oder eine Badeschute zu schaffen. Eine Badeschute ist ein zum Freibad umgebautes antriebsloses Schiff, welches vorher zum Transport von Gütern genutzt wurde. Bis dahin unterstützen wir gerne die Idee eines Busshuttle´s in nahegelegene Freizeitbäder für Familien mit Kindern und für Jugendliche.

Umwelt

Windkraft

Wie ist die Meinung ihrer Fraktion zum Ausbau von Windkraftanlagen?

FDP: Wir brauchen einen Energiemix, in dem auch die Windkraft eine entscheidende Rolle spielt. Wichtig ist aber auch, dass man Windeignungsgebiete mit Sorgfalt auswählt und die Interessen von Mensch und Umwelt in ausreichendem Maße Berücksichtigung finden.

IfA: Keine Relevanz in der kommunalpolitischen Tätigkeit der Hansestadt Anklam.

Linke: Erneuerbare Energien sehen wir grundsätzlich positiv. Allerdings sind
Umweltbelange zu beachten, genügend große Abstände zur Wohnbebauung (u. a.
wegen Schlagschatten), Vogelschutzgebiete schonen u. a. m. Wir wollen keine „Verspargelung“ der Landschaft. Wir wollen einen Energiemix.

SPD: Der Ausbau der Windkraft ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Dabei spielen insbesondere Offshore-Windparks eine wichtige Rolle für die Produktion des Grundlaststroms. Beim Ausbau der Onshore Windkraft muss die Politik, insbesondere über ihre Vertreter in den regionalen Planungsverbänden, auf einen stärkeren Ausgleich der Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien achten.

CDU: In Anklam gibt es keine weiteren Windeignungsgebiete. Dort wo sich bereits welche befinden, ist es in Ordnung.

Monokulturen

Wie ist die Meinung ihrer Fraktion zu intensivlandwirtschaftlicher Nutzung und Monokulturen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen in und um Anklam?

FDP: In unserer Region ist die Landwirtschaft eine der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Und es ist insbesondere die Landwirtschaft, die eine hohe Verantwortung für eine gute und nachhaltige Bewirtschaftung von Natur und Umwelt trägt. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass sich unsere Landwirtschaft in einer globalisierten Welt bewegen und behaupten muss. Die Landwirte werden in der Art und Weise der Bewirtschaftung Ihrer Flächen bereits heute durch europäische Normen stark reglementiert. Es ist wichtig, dass wir unseren heimischen Betrieben eine 1:1 Umsetzung dieser Regelungen ermöglichen, um Ihnen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Wenn wir eine bessere Welt wünschen, müssen wir zuallererst unser eigenes Konsumverhalten überdenken, und das sofort und konsequent. Nur so haben wir die Chance etwas zu verändern.

IfA: Keine Relevanz in der kommunalpolitischen Tätigkeit der Hansestadt Anklam.

Linke: Wir sind gegen Monokulturen. Die Umweltschäden sind für jeden erkennbar.
Die klassische Dreifelderwirtschaft hatte ihren Sinn + sollte endlich wieder aktiver
genutzt werden.

SPD: Die SPD-Fraktion in der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam wünscht sich, dass von der künftigen Agrarförderung der EU das Signal zur Stärkung des ökologischen Wirtschaftens ausgeht. Hierzu gehört beispielsweise ein Verbot von glyphosathaltigen Herbiziden und Neonicotinoid-Insektizieden auf allen städtischen Flächen (und somit auch auf landwirtschaftlichen Flächen, welche von der Hansestadt Anklam verpachtet werden), welches die SPD bereits 2018 (leider erfolglos) in der Stadtvertretung gefordert hat.

CDU: Die Monokulturen hängen auch eng mit dem Thema Klimawandel zusammen. Raps und Mais für Biogas usw. Unsere Landwirte sind gute Umweltschützer. Sie tauschen unter anderem ihre Flächen. Die Landwirte kümmern sich um die Böden. Leider ist aus Sicht der Landwirte für Biogas und Biodiesel die Nachfrage sehr hoch. Daher wird viel Raps und Mais angebaut. Es wäre natürlich gut, wenn künftig Monokulturen weniger werden würden.

Recup

In Greifswald wurde letztes Jahr zur Vermeidung von Plastikmüll ein „Recup“ Bechersystem (https://recup.de/) eingeführt. Können sie sich eine Unterstützung zur Einführung des Systems in Anklam vorstellen?

FDP: Auf jeden Fall! Super Sache!

IfA:Christian Schröder, der Ausschussvorsitzende des Fachausschusses für Stadtmarketing, Bildung und Soziales arbeitet derzeit eng mit der Verwaltung an einer Umsetzung dieses Projektes. Hierzu sind erste Recherchen und Ideen zur
Vorbereitung einer Beschlussvorlage eingebracht worden.

Linke: Ja/Nein.
Ja, weil umweltverbessernd.
Nein, für Essen + Trinken sollte man sich Zeit nehmen. Dieses mit dem Becher
Herumgelaufe + gleichzeitig noch „5“ andere Dinge tun (Multitasking) sehen wir
kritisch.

SPD: Die SPD-Fraktion fordert die Einführung eines Mehrwegbechersystems (wie z.B. Recup), welches bereits in Greifswald eingeführt wurde und zeitnah auch auf der Insel Usedom etabliert werden soll. Insofern unterstützen wir die von Melanie Grützmann vorgeschlagene Idee eines „Anklam-Becher“ (https://www.nordkurier.de/anklam/anklamer-baeckerei-gegen-einwegbecher-2634958703.html).

CDU: Diese Idee würden wir unterstützen. Auch wir stehen für Nachhaltigkeit.

JuPa

Unterstützung

Wie will ihre Fraktion das JuPa Anklam unterstützen?

FDP: Wir stehen dem JuPa gerne für Gespräche und Fragen zur Verfügung und nehmen auch Anregungen gerne auf.

IfA: Aus unserer Sicht sollten die Mitglieder des JuPa als ständige Gäste in den
Fachausschüssen eingeladen werden und bei den zu beratenden Themen die
Meinung der Kinder und Jugendlichen einbringen vor einer Beschlussfassung.
Jedes unserer Fraktionsmitglieder steht mit Rat und Tat zur Seite. Wir wünschen uns
von den Mitgliedern des JuPa allerdings auch eine sachlich orientierte und parteilose Gestaltung der Arbeit.

Linke: Weiterführung von Hilfe + Unterstützung bei Projekten, weiterer
kontinuierlicher Kontakt zwischen Stadtvertretern + sachkundigen Einwohnern z. B. im Präventionsrat, bei Fraktions- + anderen Sitzungen, Weiterführung der guten Zusammenarbeit, Hilfe + Unterstützung durch unseren Rolf Böhm etc.

SPD: Die SPD-Fraktion in der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam steht in regelmäßigem Austausch mit verschiedenen Mitgliedern des JuPa Anklam und wird auch in der Wahlperiode 2019-2024 jederzeit für einen offenen Meinungsaustausch und Anregungen zur Verfügung stehen.

CDU: Wie bereits bei den Grillpätzen würden wir das JuPa in Vorlagen aktiv mit einbinden. Alle Themen, die junge Menschen betreffen, sollten mit dem JuPa auch abgestimmt
werden.

Beteiligung

Wie wollen sie das JuPa besser in den Meinungsfindungsprozess in der Stadtvertretung einbeziehen?

FDP: keine

IfA: Siehe Frage zuvor.

Linke: Außer der eben gegebenen Antwort können JuPa-Mitglieder auch weiterhin
jederzeit an Fraktionssitzungen teilnehmen. Volljährige JuPa-Mitglieder können als
sachkundige Einwohner für unsere Fraktion in die Fachausschüsse delegiert werden.

SPD: Wir werden das JuPa zu allen Fraktionssitzungen einladen (die ohnehin in der Regel öffentlich stattfinden) um hierdurch den Austauschprozess mit den Mitgliedern des Jugendparlamentes zu intensivieren. Außerdem wollen wir weiterhin auch über andere Kanäle, wie soziale Netzwerke, oder per WhatsApp für Anregungen offen bleiben.

CDU: Siehe Unterstützung

Ikareum

Wie ist die Meinung ihrer Fraktion zum Ikareum?

FDP: Wir sehen das Ikareum als Bereicherung der kulturellen Angebote und werden die zügige Umsetzung des Vorhabens positiv begleiten.

IfA: Aus unserer Sicht ist es für Anklam eine große Chance den Sohn der Hansestadt „Otto
Lilienthal“ entsprechend zu würdigen. Zudem wird durch ein solches Museum undVeranstaltungszentrum eine Initialwirkung ausgehen, die für Wirtschaft und Tourismus eine Belebung zur Folge hat. Durch den Investitionsstau an den bisherigen Gebäuden
und Ausstellungen ist die Außenwirkung nicht sehr positiv. Ein solcher Neubau wird
den Haushalt durch effizientere Betreibung und weitere positive Besucherimpulse entlasten.

Linke: So wie schon von Anfang an: positiv

SPD: Die SPD-Fraktion in der Hansestadt Anklam sieht im Umbau der Nikolaikirche zum IKAREUM – Lilienthal Flight Center eine große Chance für unsere Hansestadt Anklam und die weitere Stärkung der Innenstadt. Deshalb gehörten wir zu den frühesten Förderern des Projekts und sind hierzu auch in Gesprächen mit Vertretern auf Landes- und Bundesebene. Auch in der kommenden Wahlperiode wollen wir das Projekt weiter konstruktiv begleiten.

CDU: Unsere Fraktion steht zum Dreiklang, welcher ein Kompromiss zwischen der
Stadtvertretung der Hansestadt Anklam und der Landesregierung darstellt, und die
Umsetzung der Baumaßnahmen von Schulcampus, Schwimmhalle und Ikareum
vorsieht.

Freizeitgestaltung

Förderung

Wie will ihre Fraktion Vereine und Jugendzentren/-treffs in der Hansestadt Anklam fördern?

FDP: Wir sind der Meinung, dass es bereits gute Angebote für Vereine, sowie Kinder- und Jugendtreffs gibt. Hier werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass die vorhandenen Einrichtungen entsprechende finanzielle Unterstützung bekommen Für die Nutzung von städtischen Immobilien, wie z.B. Sporthallen werden wir uns auch zukünftig für moderate Nutzungsgebühren für Vereine und Jugendgruppen stark machen.

IfA: Seit Jahren fördert die Hansestadt Anklam Jugendzentren/-treffs (Mühlentreff, Gesundbrunnen, Demokratiebahnhof, Stadtteilbüro Südstadt) recht intensiv. Im Jahr
2018 und auch 2019 werden die Institutionen nochmal mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Es ist bei wenig finanziellen Mitteln schwierig alles gut auszustatten. Jedoch ist in Anklam viel getan worden, um Strukturen zu schaffen und wir sind bestrebt weiter zu erhalten, aber auch neues umzusetzen.

Linke: Durch Abwehr jedweder Kürzungen des Haushaltes der Stadt in diesem
Bereich (durch untere Rechtsaufsicht oder andere Stadtfraktionen), eher wollen wir uns für Erhöhung der entsprechenden HH-Positionen einsetzen.

SPD: Anklam verfügt mit seinen fast 120 Vereinen über eine ziemlich einmalige Vereinslandschaft im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Deshalb ist es ein wichtiger Standortfaktor, dass wir diese Vereinslandschaft zu gut wie möglich unterstützen, wie wir dies beispielswiese über die Kulturförderrichtlinie und die Sportförderrichtlinie direkt aus dem städtischen Etat bereits heute tun. Aber auch Bundesprogramm wie „Demokratie leben“ weiter fortführen. Genauso wie es einer guten Ausstattung unserer Freiwilligen Feuerwehr bedarf. Denn Vereine sind ein wichtiger Bestandteil der Anklamer Zivilgesellschaft und wichtig für unser tägliches Zusammenleben und wirken in ihrer Arbeit auf die Vermittlung von Werten, wie Respekt, Toleranz und der Wichtigkeit des Miteinanders hin. Uns ist wichtig, dass alle bestehenden Jugendzentren/ -treffs die gleichen Ausgangsbedingungen haben. Hierzu gehört beispielsweise, dass Nebenkosten nicht durch die Träger getragen werden müssen.

CDU: Wir setzen uns seit Jahren für alle Vereine und den Gesundbrunnen/Mühlentreff ein.
Wir fördern Projekte, laufende Kosten und ganz wichtige Investitionen. Zum Beispiel
Mühlentreff, Gesundbrunnen, Schwimmhalle, Fußball und so weiter.
 

Ausbau

Was kann man ihrer Meinung nach tun, um die Angebote von Jugendzentren/-treffs und Vereinen zu verbessern und erweitern?

FDP: Hier erscheint es uns besonders wichtig mit dem JuPa im Gespräch zu bleiben, denn nur so können wir die Bedürfnisse der jungen Menschen angemessen berücksichtigen.
IfA: Gerne sollte die Zielgruppe uns konkret sagen welche Bedarfe aus ihrer Sicht
vorhanden sind und dann kann man gerne gemeinsam über Verbesserungen und
Erweiterungen nachdenken bzw. diskutieren.


Linke: Trägervereine in Lage versetzen, kontinuierlich arbeiten zu können + diese
Aufgaben endlich per Gesetz als Pflichtaufgaben anerkennen. Damit jährliche
„Betteltouren“ der Träger aufhören sollten Langzeitverträge zwischen Stadt + Trägern
(ähnlich wie Theatervertrag) abgeschlossen werden, Kommunikation + deren Formen verbessern zwischen unterschiedlichen Mitstreitern (Träger, Komm.politik, Stadtverwaltung, Kreisverwaltung, Träger untereinander, JuPa etc.)
SPD: Wichtig ist, dass bestehende Stellen in der Jugendarbeit unabhängig vom Fortgang der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) weiter finanziert werden. Zu einer guten Infrastruktur für die Jugendzentren/-treffs gehört außerdem, dass das bisherige Gebäude des Gesundbrunnens schnellstmöglich durch einen modernen, den Anforderungen entsprechenden, Neubau ersetzt wird, wozu die SPD-Fraktion bereits in der Vergangenheit Stefan Zierke, SPD, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingeladen hatte und dieser sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht habe. Bei entsprechenden Bestrebungen unterstützen wir den ASB sehr gerne.
Wir müssen die Vereine künftig stärker dabei unterstützen, dass diese sich auf ihre Kernarbeit, die Vereinsarbeit kümmern können, und beispielsweise von Bürokratie entlasten. Wir könnten uns hierzu gut vorstellen eine Stelle im Sachgebiet Stadtmarketing, Bildung und Soziales vorstellen, welche kleine Vereine bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützt.

CDU: Wir wollen gerade den Gesundbrunnen neu bauen. Hierbei sieht das Konzept eine Erweiterung des Angebotes vor. Das unterstützen wir sehr aktiv! Wir haben in Anklam über 120 Vereine und bieten mehr, als fast jede vergleichbare Stadt. Dieses Angebot wollen wir erhalten, pflegen und bei Bedarf ausbauen.